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Greengain newsletter #2
Januar 2016
Eine Chance für Europa: Energieerzeugung aus Landschaftspflegematerial und Straßenbegleitgrün
Projekt greenGain

Das EU Projekt greenGain soll die Nutzung von Biomasse zur Energieerzeugung verstärken. Dazu soll überwiegend Biomasse genutzt werden, die bei der Landschaftspflege und der Straßenunterhaltung anfällt.

GREENGAIN NEWS

Der erste Workshop des EU-Projektes greenGain fand in Tschechien statt

Der erste greenGain Projekt -Workshop fand am 25. November 2015 in der schönen Landschaft der Ždárské vrchy im tschechischen Hochland statt. Organisiert wurde der Workshop von CZ Biom - Czech Biomass Association im Rahmen der 20. Conference Biomass, Biogas & Energetics 2015, um so das breite Spektrum von anwesenden Experten und Interessenvertretern für greenGain nutzen zu können. Im Forum zu greenGain wurden vier Vorträge zu verschieden Aspekten der energetischen Verwertung von Landschaftspflegematerial und Grünschnitt gezeigt. Im Anschluss an die Vorträge hatten die Teilnehmer die Möglichkeit eine naheliegende Biogasanlage in Ždár nad Sázavou zu besichtigen, die unter anderem Landschaftspflegematerial und Straßenbegleitgrün verarbeitet.

Gartenabfälle zu Kompost: Ein Interview mit der K-Nord GmbH aus Ganderkesee, Deutschland

Mit dem Ziel mehr über das tägliche Geschäft und die Rahmenbedingungen zur Nutzung von Biomasse aus den Bereichen Straßenbegleitgrün und Landschaftspflegematerial zu erfahren, werden im Rahmen des greenGain Projektes Interviews mit lokalen und europäischen Akteuren über die gesamte Wertschöpfungskette durchgeführt. Die Interviews thematisieren neben der Verarbeitung der Biomasse entlang der Verwertungskette auch die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung der Biomasse. Neben den Meinungen von europäischen Experten und Wissenschaftlern ist das lokale Geschäfts-Know-How eine wichtige Informationsquelle.

Rechtliche und politische Rahmenbedingungen bei der energetischen Nutzung von Biomasse aus der Landschaftspflege in Deutschland, der Tschechischen Republik und Italien

Mit der Erneuerbare-Energien-Richtlinie 2009/28/EC sind die Mitgliedstaaten der Europäischen Union dazu verpflichtet nationale Aktionspläne für erneuerbare Energien (NREAPs), welche die Wege zur Erreichung der Ziele für das Jahr 2020 im Hinblick auf erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Reduktion von Treibhausgasemissionen umschreiben, aufzustellen. Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt 18% des Bruttoendenergieverbrauches durch erneuerbare Energien zu decken. In der Tschechischen Republik wird der Anteil von 13% erneuerbare Energien bis 2020 sehr wahrscheinlich durch die Nutzung von Biomasse erreicht, welche derzeit bereits mit 85% die wichtigste Energiequelle der erneuerbaren Energien darstellt. Italien wiederum hat ein Ziel von 17% an erneuerbare Energie am Bruttoendenergieverbrauch im nationalen Aktionsplan (PAN) festgehalten. Den Mitgliedstaaten stehen unterschiedliche Ressourcen und ihre jeweiligen Energiemärkte zur Verfügung, um diese Verpflichtungen, einschließlich der rechtlich bindenden 2020 Ziele, einzuhalten. Dieser Artikel erklärt kurz wie in den genannten Ländern die politischen und rechtlichen Regelungen zur energetischen Nutzung von Biomasse, insbesondere aus der Landschaftspflege, zum Erreichen der gesteckten Ziele beitragen.

Aufbereitung von Holz aus der Landschaftspflege zu Brennstoff

Nach der Novellierung des Bundesimmissionsschutzgesetzes müssen neue, automatische Feuerungen für Holzhackschnitzel und Holzpellets in Deutschland seit Anfang des Jahres noch umweltfreundlicher arbeiten und schärfere Grenzwerte einhalten als bisher. Da Holzhackschnitzel aus der Landschaftspflege (LCMW) durch höheren Rinden- und Feinanteil schlechtere Brennstoffqualität aufweisen als Waldholz, ist entsprechende Aufbereitung erforderlich.

Welche Bedeutung haben Landschaftspflegematerial und Straßenbegleitgrün für eine Region?

Bei der Bestimmung einer neuen Rohstoffquelle für Biomasse, ist es die gängige Praxis, dass Fragen wie die Folgende aufgeworfen werden: Ist diese Biomasse tatsächlich eine handzuhabende und interessante Ressource für die Einwohner der Region und sollte sie als realistische, alternative Energiequelle in Erwägung gezogen werden?

Kontakte & Partner

FNR - The Agency for Renewable Resources
Christiane Volkmann, project coordinator,
projektleiter, c.volkmann@fnr.de
www.fnr.de

COALS - Chamber of Agriculture Lower Saxony
Aline Clalüna, project manager
aline.claluena@lwk-niedersachsen.de
www.lwk-niedersachsen.de

SYNCOM Research and Development Consulting GmbH
Kathrin Ludewig, project manager
k.ludewig@syn-com.com
www.syn-com.com

CIRCE - Research Centre for Energy Resources and Consumption
Daniel García, project manager
daniel.garcia@fcirce.es
www.fcirce.es

OMEZYMA - Local Action Group Bajo Aragón-Matarraña
Joaquin Lorenzo, project manager
joaquin@omezyma.es
www.omezyma.es

CZ Biom - Czech Biomass Association
Jan Doležal, project manager
dolezal@biom.cz
www.czbiom.cz

SOGESCA
Federico De Filippi, advisor
f.defilippi@sogesca.it
www.SOGESCA.it

CM ACT - Comunità Montana – Associazione dei Comuni “Trasimeno – medio Tevere”
Louis Montagnoli,
Manager für Planung und Projekte
lmontagnoli@cmtrasimeno.it
www.montitrasimeno.umbria.it



Dieses Projekt erhält Finanzierung aus dem Horizont 2020 Forschungs- und Innovationprogrammes der Europäischen Union unter der Kennziffer 646443.

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