22. 11. 2017
Italien

Erhalt von verlassenen Olivenplantagen in der Berggemeinschaft des Trasimensichen Sees, Italien

Die Berggesellschaft Trasimeno des Gemeindeverbandes des Mittleren Tiber (CM-ACT) umfasst ein Gebiet von 13 Gemeinden in der Region Umbrien. Die typische Hügellandschaft steht zu mehr als 50 % unter dem regionalen Landschaftsschutzgesetz und besteht aus großen Olivenhainen, die gemeinsam mit Weinbergen eines der charakteristischen Merkmale der Landschaft darstellen. Neben der landwirtschaftlichen Produktion ist der ländliche Tourismus mit über 150 aktiven Unternehmen eine wichtige wirtschaftliche Tätigkeit, wobei die Landschaft ein wesentlicher Bestandteil des touristischen Angebots ist. Der Erhalt und die Pflege des Landschaftbildes, zusätzlich zu der Arbeit der Landwirte, bieten Qualität und Wert für die Region.

Aufgrund der Wirtschaftskrise nimmt die Abbrecherquote bei der Bewirtschaftung von Olivenplantagen zu. Die Umsetzung einer Energieversorgungskette basierend auf Biomasse aus der Pflege der Heine hätte damit nicht nur eine Funktion des Umweltschutzes und Erhalts der Landschaft, sondern kann den örtlichen Landwirten ein zusätzliches Einkommen bieten.

Lokale Akteure könnten dazu beitragen nachhaltige Wertschöpfungsketten für die Bioenergieproduktion zu schaffen, indem sie Restbiomasse aus verschiedenen Schnittarbeiten, wie der Pflege von Baumschulen, Weinbergen und Olivenplantagen, energetisch verwenden. Das Sammeln dieser Biomasse, die in Biomassezentren (z. B. einer Logistikplattform) ordnungsgemäß behandelt würde, kann Kosten für die Energiebeschaffung und die Entsorgung von Materialien vermeiden.

Autor: Federico De Filippi 

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