Bajo Aragón Spanien

Totale Fläche

130 400 ha

Kurze Beschreibung der geografischen Lage

Die Region Bajo Aragón befindet sich im Nordosten der Teruel Provinz, 107 km südöstlich von Saragossa (Hauptstadt von Aragonien), 139 km westlich von Tarragona, 166 km nordwestlich  von Castellon und 234 km südwestlich von Barcelona. Wobei sich die drei letzten Städte an der Mittelmeerküste befinden.

Die Pilotregion Bajo Aragón liegt im Ebro -Tal im Osten Aragoniens. Die Region zählt 20 Kommunen, mit dem Hauptort Alcañiz (16.384 Einwohner).

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Landschaftstyp

In den verschiedenen Bereichen der Region präsentiert sich ein abwechslungsreiches Klima, was zu verschiedene Ausprägungen der Landschaft führt. So findet man mediterrane Wäldern, semi-aride Zonen und große Flächen mit Oliven, die im gesamten Gebiet verteilt sind. Diese mediterranen kontinentalen Klimabedingungen führen zudem zu signifikanten Temperaturunterschieden zwischen Sommer (23-24° C) und Winter (5-6° C). Der durchschnittliche jährliche Niederschlag beträgt rund 400 mm.Bajo Aragón besitzt keine großen Berge, jedoch findet man im südlichen Teil der Region erste Ausläufer des Iberischen Gebirgssystems. Die Höhendifferenz in Bajo Aragón reicht von 300 – 400 m.ü.M. in der Senke des Ebro-Tals bis zu 850-950 m.ü.M. in den bergigen Abschnitten.Der wichtigste Fluss ist die Guadalope, welche in den Fluss Ebro mündet. Weitere, kleinere Flüsse durchziehen die Region zusätzlich, so zum Beispiel el Guadalopillo, el Bergantes, el Mezquín und der Bach Regallo.Bajo Aragón weist zudem eine einzigartige natürliche Formation auf: die „las Saladas“. Dabei handelt es sich um fast ausgetrocknete Lagunen an deren Boden sich Mineralsalze ansammeln.59% der Fläche der Region werde landwirtschaftlich genutzt ohne dass topografische Schwierigkeiten vorliegen. Bergige Bedingungen findet man auf rund 39% der Fläche, welche dabei für forstliche Zwecke genutzt werden. Das meiste Ackerland wird für den Anbau von Getreide, Weinbergen, Olivenbäumen und Obstbäumen verwendet.

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Bevölkerung

Bevölkerung: 29 440 Einwohner

Bevölkerungsdichte: 22.7 Einwohner pro km2

Die Bevölkerung ist insgesamt auf 23 Dörfer verteilt. Nur vier Dörfer haben mehr als 1.000 Einwohner, weitere vier sind durch 400 – 700 Menschen bewohnt und in den restlichen befinden sich jeweils weniger als 400 Einwohner. Alcañiz weist mehr als 16.000 Einwohner (55%) auf und zusammen mit den Städten Alcorisa und Calanda befinden sich 79% der Gesamtbevölkerung der Region in diesen drei Orten. Werden zusätzlich Mas de las Matas und Castel y Valdealgorfa dazugerechnet, befinden sich 89 % der Bevölkerung in den größten Ortschaften. Damit leben 90 % der Einwohner in einem Viertel der Gemeinden.

Wirtschaft

59,89 % der Bevölkerung in Bajo Aragón ist berufstätig.Der Dienstleistungsbereich beschäftigt dabei mehr als 60 % der Arbeitnehmer. Im Agrarsektor befinden sich 15,4 %, in der Industrie 13,3 % und im Bausektor 10,7 % der Berufstätigen. Das Dienstleistungsangebot konzentriert sich vor allem auf die Stadt Alcañiz , während in den kleinen Dörfern die Landwirtschaft überwiegt.In den letzten Jahren wurde die landwirtschaftliche Produktion angekurbelt, speziell die Fleischindustrie, Konservenindustrie und das Handwerk. Andere Aktivitäten wie Tourismus oder sportliche Angebote (Motorland) nehmen momentan an Bedeutung zu. Die landwirtschaftliche Tätigkeit und Forstwirtschaft beschäftigen einen hohen Prozentsatz der Bevölkerung, erzeugen jedoch nur rund 5,3% der Bruttowertschöpfung. Damit liegen diese Sektoren unter den Produktionsunternehmen (9,9 %) oder Baufirma (16,4 %). Der Hotel- und Tourismussektor erzielt wiederum mehr als 18%, und die öffentlichen Verwaltung, Bildung und Gesundheit 24% der regionalen Wertschöpfung.

1. Schluchten

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2. Straßenrandpflege

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3. Flussufer

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4. Feuerschutzschneisen

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5. Erholungswald

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Bedeutung der Biomasse aus den verschiedenen Typen von Landschaftspflege-maßnahmen

1.  Schluchten

  • Über alle Gemeinden der Region verteilt aber speziell konzentriert in: La Cerollera, Belmonte de San José, Torrevelilla, La Codoñera und Torrecilla de Alcañiz
  • 1000 ha (etwa 1% des Gebietes von Bajo Aragón)
  • Vegetation entfernen, um Wiesen und holzige Pflanzen wiederherzustellen à Natur- und Umweltschutz, Feuerschutz
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt (außer in wenigen Fällen als Feuerholz)

2.  Straßenrandpflege

  • Ausgeprägtes Wegenetz in der Region, wobei der Pflegeaufwand an Wegen mit guten Wuchsbedingungen größer ist (schattig und feucht)
  • Rund 5 ha (<1% des Gebietes von Bajo Aragón)
  • Wege vor Vegetation befreien, Blockierungen vermeiden und sicheren Durchgang gewähren à Technische Infrastruktur, Landschaftsbild, Erholung
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt

3.  Flussufer

  • Rund um Flüsse und Bäche konzentriert
  • 250 ha  (<1% des Gebietes von Bajo Aragón)
  • Der Aufbau von Biomasse entlang von Flüssen (alle 5-10 Jahre) stellt eine Gefahr bei Überflutungen dar, welche zu Verstopfungen und somit zu Hochwasser führen kann. Zudem stellt diese Biomasse ein Feuerrisiko dar à Technische Infrastruktur und öffentliche Sicherheit
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt

Weitere Typen von Landschaftspflegemaßnahmen, welche in der Region bestimmt wurden aber wegen ihrer geringen Flächenausdehnung oder Biomassenproduktion für die Biomassenabschätzung nicht relevant waren:

4.  Feuerschneisen

  • Konzentriertes vorkommen in bestimmten Zonen in Waldgebieten
  • Etwa 0, 01% der Fläche der Region
  • Entfernen von 50m Vegetation an beiden Seiten von Waldwegen als Feuerpräventionsmaßnahme à Natur- und Umweltschutz und öffentliche Sicherheit
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt

5.  Erholungswald

  • Erholungsfläche in den Gemeinden à kleinräumige, punktuelle Verteilung
  • Etwa 5 ha (<1% des Gebietes von Bajo Aragón)
  • Entfernen und Pflege von Büschen und holzigen Arten zur Sicherung der Zugänglichkeit und zur Vermeidung von Feuer durch Ansammlung von Biomasse à Natur- und Umweltschutz und öffentliche Sicherheit
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt (außer in wenigen Fällen als Feuerholz)