Matarraña Spanien

Totale Fläche

93 300 ha

Kurze Beschreibung der geografischen Lage

Die Region Matarraña befindet sich im Osten der Provinz Teruel und grenzt am östlichen Ende Aragoniens an Katalonien und Valencia. Diese Lage führt zu einer enge Verbindung mit dem Mittelmeergebiet. Der Hauptort Valderrobles ist 179 km von Saragossa (Hauptstadt von Aragonien) entfernt, 53 km von Tortos im Delta des Ebros, 125km von Tarragona und 151km von Castellon. Barcelona ist 222 km entfernt.

In Matarraña befinden sich 18 Gemeinden, aber nur Valderrobles (2310) und Calaceite (1108), haben mehr als 1000 Einwohner.

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Landschaftstyp

Die Region weist ein kontinentales Mittelmeerklima auf. Es ist ein kleines Gebiet mit starken klimatischen Kontrasten: im Norden ist es trocken und heiß, und in den Bergregionen frisch und feucht.

43 % der Fläche von Matarraña sind Ebenen welche landwirtschaftlich genutzt werden. Wegen gebirgigen Gebieten bedecken Wälder 56% der Fläche der Region. In den hügeligen Zonen ist eine hohe Vegetationsdichte von Waldkiefern zu beobachten (Pinus sylvestris mit Buxus sempervirens und Juniperus communis) hat. Im gebirgigen Gebiet herrscht wiederum die Schwarzkiefer (Pinus nigra und Pinus halepensis).

Durch die Region fliessen mehrere Flüsse, die Matarraña, die in den Fluss Ebro übergeht, der Fluss Pena, der Ulldemó und der Tastavins.

In den vergangenen Jahren hat sich eine wichtige Holzindustrie entwickelt, welche heute eine Biomasseindustrie ist. In Matarraña  befinden sich mehr als 15 600 ha Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) und 14 780 ha besonderer Schutzgebiete für Vögel (SPA).

Die wichtigsten Anbaupflanzen sind: Olivenbäume (7991,7 ha), Obstbaum (7936,1 ha), Getreide (2714,4 ha) und Futterpflanzen (910 ha).

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Bevölkerung

Bevölkerung: 8 491 Einwohner

Bevölkerungsdichte: 9.1 Einwohner pro km2

In Matarraña befinden sich 18 kleine Dörfer, wobei rund 38% der Bevölkerung in Valdrerrobres (Hauptstadt) und Calaceite lebt. Nur zwei Ortschaften haben mehr als 1.000 Einwohner, weitere fünf sind durch 400 – 700 Menschen bewohnt und in den restlichen befinden sich jeweils weniger als 400 Einwohner. Im Vergleich zu anderen Regionen ist die Bevölkerungsdichte nicht sehr niedrig, aber wie in vielen anderen hat auch hier eine negativen demographischen Verschiebung während des zwanzigsten Jahrhunderts stattgefunden (Rückgang der Einwohnerzahl um 15.000). Die Bevölkerung, welche über 65 Jahre alt ist repräsentiert 27,5% (20,8 in Aragon) der Einwohner. Das Durchschnittsalter beträgt 47,8 Jahre ( 43,9 in Aragon ).Aufgrund der Natur und Architektur in der Region wurden in den letzten Jahren hochwertige Einrichtungen für Touristen entwickelt.

Wirtschaft

59,89 % der Bevölkerung in Matarraña ist berufstätig. Der höchste Prozentsatz des Bruttomehrwerts (18%) wird durch die Getreideproduktion, Tierhaltung und Forstwirtschaft generiert. Nur der Handel, das Hotelgewerbe und der Dienstleistungsbereich sind zusammen höher (23%). Der Bausektor trägt noch mit 17% zur regionalen Wertschöpfung bei.In den letzten Jahren wurde die landwirtschaftliche Produktion angekurbelt, speziell die Fleischindustrie, Konservenindustrie und das Handwerk. Weitere Bereiche, wie der Natur- und Kulturtourismus, erlagen zusätzlich eine zunehmende Wichtigkeit.Waldressourcen und Biomasse sind eine weitere wichtige Grundlage der wirtschaftlichen Aktivitäten in der Region.

Verschiedene Typen von Landschaftspflege-maßnahmen in der Region

1. Schluchten

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2. Straßenrandpflege

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3. Flussufer

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M11

4. Feuerschutzschneisen

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5. Erholungswald

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1. Schluchten

  • Über alle Gemeinden der Region verteilt aber speziell konzentriert in: Beceite, Monroyo, Peñarroya de tastavin und Valderrobres
  • 1265 ha (etwa 1.36 % des Gebietes von Matarraña)
  • Vegetation entfernen, um Wiesen und holzige Pflanzen wiederherzustellen à Natur- und Umweltschutz, Feuerschutz.
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt (außer in wenigen Fällen als Feuerholz)

2. Straßenrandpflege

  • Ausgeprägtes Wegenetz in der Region, wobei der Pflegeaufwand an Wegen mit guten Wuchsbedingungen größer ist (schattig und feucht)
  • Rund 5 ha (<1% des Gebietes von Matarraña)
  • Wege vor Vegetation befreien, Blockierungen vermeiden und sicheren Durchgang gewähren à Technische Infrastruktur, Landschaftsbild, Erholung
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt

3. Flussufer

  • Rund um Flüsse und Bäche konzentriert.
  • 250 ha (<1% des Gebietes von Matarraña)
  • Der Aufbau von Biomasse entlang von Flüssen (alle 5-10 Jahre) stellt eine Gefahr bei Überflutungen dar, welche zu Verstopfungen und somit zu Hochwasser führen kann. Zudem stellt diese Biomasse ein Feuerrisiko dar à Technische Infrastruktur und öffentliche Sicherheit
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt

Weitere Typen von Landschaftspflegemaßnahmen, welche in der Region bestimmt wurden aber wegen ihrer geringen Flächenausdehnung oder Biomassenproduktion für die Biomassenabschätzung nicht relevant waren:

4. Feuerschneisen

  • Konzentriertes vorkommen in bestimmten Zonen in Waldgebieten
  • Etwa 0, 01% der Fläche der Region
  • Entfernen von 50m Vegetation an beiden Seiten von Waldwegen als Feuerpräventionsmaßnahme à Natur- und Umweltschutz und öffentliche Sicherheit
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt

5. Erholungswald

  • Erholungsfläche in den Gemeinden à kleinräumige, punktuelle Verteilung
  • Etwa 5 ha (<1% des Gebietes von Matarraña)
  • Entfernen und Pflege von Büschen und holzigen Arten zur Sicherung der Zugänglichkeit und zur Vermeidung von Feuer durch Ansammlung von Biomasse à Natur- und Umweltschutz und öffentliche Sicherheit
  • Die Biomasse wird momentan nicht genutzt (außer in wenigen Fällen als Feuerholz)